Jetzt könnt ihr sie haben!

„Da stand dieser Mann auf meinen Schultern. Er versuchte, den Ring über uns zu erreichen und mir nebenbei die Schlüsselbeine zu zertrümmern. Ersteres gelang. Ich spuckte derweil die Reste des Heidekrautes aus, in das ich beißen musste, um nicht abzustürzen. Es war der heißeste Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und ich hatte zu wenig getrunken. Meine Zunge klebte wie eine verstorbene Schnecke im Mund und ich konnte nicht mehr schlucken. Inzwischen warf Jörg von oben mit Sand nach mir, der auf meiner verschwitzten Haut kleben blieb. Ein bisschen was war auch für die tote Schnecke übrig.“

Alex Hanicke und Felix Bähr haben mich zu diesem wahnwitzigen Projekt überredet. Ich musste mit Jörg Brutscher zwei Wege von der Kotzbrockenliste klettern und wurde dabei gefilmt. Jörg fand es toll, für mich war es der schlimmste Tag des Jahres.

Hier könnt ihr die DVD bestellen, und euch auch einen kleinen delikaten Appetithappen anschauen.

Sie sind da!

Das Warten hat ein Ende! Meine beiden brandneuen Hörbücher Merkwürdige Geräusche und Wir müssen da hoch sind soeben frisch aus dem Presswerk eingetroffen und können bestellt werden.

Fünf Jahre lang durfte ich mich im Magazin klettern in der Kolumne „Peter macht Schluss“ über den ganz normalen Wahnsinn da draußen an unseren Felsen und in den überdachten Anstalten auslassen. Höchst beliebt sind die kleinen Satire-Häppchen auch als Zugabe bei meinen Lesungen. Die 23 prächtigsten Glossen habe ich jetzt auf Merkwürdige Geräusche für euch eingesprochen. Hier geht’s zur Bestellung.

Mein Bestseller Wir müssen da hoch erscheint demnächst in der 11. Auflage. Höchste Zeit, die pubertären Eskapaden, Selbstverstümmelungsgrotesken und Hippie-Abenteuer aus den Siebzigern und Achtzigern auch auf eine Hörbuch-CD zu brennen. Das habe ich gemacht. Ihr findet darauf u.a.  die Klassiker „Bodensteiner Prolog“, „Matthäus 7,7“, „Hartwig“ und „Die kleinen Sünden“. Hier geht’s zur Bestellung.

Alles hat ein Ende

Ruckzuck – weg! Die drei letzten Exemplare meiner ersten Elbsandstein-CD Die spinnen, die Sachsen!  sind verkauft. Der Titel ist somit seit heute komplett vergriffen und wird so auch nicht mehr produziert. Aber schon heute gibt es zwei brandneue CDs. Lasst euch überraschen!

Mit Hochdruck …

CDs

… arbeiten wir zur Zeit an der Fertigstellung der beiden neuen Hörbuch-CDs: Auf Wir müssen da hoch lese ich die großen Klassiker aus meinem gleichnamigen Bestseller, auf Merkwürdige Geräusche gibt es die prächtigsten Kolumnen aus dem Magazin klettern auf die Ohren. Freut euch also jetzt schon auf einen unterhaltsamen Hör-Herbst. Falls es so etwas überhaupt gibt. Nicht? Auch egal!

Wo alles begann

Lüerdissen, Ith-Zeltplatz, Foto pb_cmyk

Am Samstag, 25.08. kehren meine Texte an den Ort zurück, an dem meine Bergsteiger-Karriere ihren Anfang nahm. Anlässlich des Sommerfestes der IG Klettern Niedersachen und des Erlebnispädagogischen Zentrums Ith gibt’s am Ithzeltplatz eine Lesung von alten und ganz neuen Texten. Und zwei ganz, ganz neue sind auch dabei. Quasi noch unbenutzt. Lasst euch überraschen.

 

Neue Rubrik „Sidekick“

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Irgendwie hatte ich es ja schon immer geahnt: Das Leben ist mehr als nur Bergsteigen, auch jenseits der Vertikalen ereignen sich merkwürdige Dinge. Auf der neuen Seite „Sidekick werde ich ab sofort in unregelmäßigen Abständen kleine Glossen und Notizen veröffentlichen, die nichts mit meinem Hauptthema “Bergsteigen” zu tun haben. Einfach, damit ich das loswerde.

Buch der Woche

Bildschirmfoto 2018-04-15 um 09.34.16Daniel Anker von der viel beachteten Schweizer Seite über zeitgenössische Bergliteratur www.bergliteratur.ch macht Bernd Arnold – Ein Grenzgang zu seinem „Buch der Woche“ und schreibt eine wohlwollende Rezension. Er meint, ich habe “ …eine sehr schöne und sehr lesenswerte biografische Dokumentation geschaffen…“ Der Autor dankt natürlich und freut sich sehr.

Drei Bullis und Erika

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Mein Freund Heri ist älter als ich. Scheint kaum möglich zu sein, ist aber so. Ich darf ihn seit Kurzem „Alt-68er“ nennen. Er hat, wie ich, als Fünfzehnjähriger mit dem Klettern begonnen. 1966 war das, in der Eifel. Nicht schön, aber dafür kann er ja nichts.

1971 war er als Teilnehmer bei der „Kölner Hindukusch-Expedition“ dabei. Hat der DAV organisiert. Kein Witz. Sie waren zu zehnt. Neun Männer und eine Frau. Erika. Sie wurde in eine rosafarbene Daunenjacke gesteckt, die etwas zu groß war, musste während der gesamten Expedition als einzige keinen Rucksack tragen und war im Besitz eines schlecht sitzenden roten Bikini-Oberteils. Spielt zwar keine Rolle, aber man konnte das in dem Super-8-Filmchen sehen, das von der Expedition gedreht wurde.

Sie fuhren in Köln mit drei gebraucht gekauften VW-Bullis los. Ein blauer, ein roter, ein gelber. Praktisch. Konnte man sie auf jeden Fall nicht verwechseln. Der gelbe gehörte vorher der Deutschen Bundespost. Gibt’s heute auch nicht mehr. Die Hinfahrt dauerte einen Monat. Sie sind über die Balkanroute in die Türkei, durchs wilde Kurdistan in den Iran und über Afghanistan nach Pakistan. Muss man sich heute mal vorstellen. Ab und zu sind sie in den Graben gefahren oder hatten einen Platten. Passiert schon mal. Oder sie haben sich verloren, weil einer der Bullis nach Aserbaidschan abgebogen ist und es erst sehr spät gemerkt hat. Sie konnten ihn auch nicht anrufen, weil es im aserbaidschanischen Grenzgebiet keine Telefonzellen gab. Und, ach ja, Handys hatten sie auch irgendwie keine.

In Afghanistan waren sie kurzzeitig überrascht, dass sie von den verschleierten Frauen, die am Wegesrand saßen, mit Steinen beworfen wurden. Okay, vielleicht hätten sie sie nicht fotografieren sollen. Sie haben Träger organisiert, die ihre Klamotten in die Buni-Zom-Gruppe geschleppt haben. Buni Zom – kennt kein Mensch. Als sie in ein Dorf kamen, gab es eine Schlägerei zwischen den Dorfbewohnern und ihren Trägern, weil die Dorfbewohner auch Lust bekommen hatten, die Sachen weiterzuschleppen.

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In der Buni-Zom-Gruppe  haben sie Vermessungen vorgenommen, weil es davon noch keine Karten gab. Und dann noch ein paar Berge erstbestiegen. Mit Erika. Den Awi Zom zum Beispiel. Der ist 6484 Meter hoch. Von dort hatten sie einen schönen Blick auf den Tirich Mir. Das ist der höchste Berg da in der Gegend. Der Ausblick entschädigte auf jeden Fall für die Mühen des Aufstiegs, da waren sich alle einig.

Nachdem sie fünf Wochen da herumgekraxelt waren und alles genau vermessen hatten, sind sie mit ihren Bullis wieder nach Köln gefahren. Die gleiche Strecke wie auf der Hinfahrt. Hat auch wieder einen Monat gedauert. Die Bullis haben sie dann in Köln wieder verkauft. Brauchten sie ja nicht mehr.

Ich werde morgen beim Alpenverein anrufen und fragen, ob sie mir auch mal einen Bulli geben. Zum irgendwo hinfahren. Jetzt, wo sie wegen Olympia so viel Geld haben, müsste das doch eigentlich möglich sein.

(Fotos: Archiv Heribert Hoven)