Unverhofftes Glück

Die Geschichte mit dem aus einer E-Scooter-Fahrt resultierenden Wirbelbruch hat ein nettes Nachspiel: Ich bekam heute eine Werbemail der Scooter-Firma, ich möge doch mit einem ihrer Fahrzeuge mal wieder in ein „Abenteuer“ starten. Ich habe ihnen daraufhin die Geschichte geschickt, was dazu führte, dass sie mir mit besten Genesungswünschen die Nutzungsgebühr von 3,20 Euro erstattet haben. Das nenne ich mal Kundenbindung.

Esel auf dem Eis

Auf der Sidekick-Seite, auf der ich in unregelmäßigen Abständen Erlebnisse, Glossen und Notizen, die nichts mit meinem Hauptthema „Bergsteigen“ zu tun haben veröffentliche, gibt es einen neuen Text. Er beschreibt ein Erlebnis, das mich an meine frühen Tage am Berg erinnert, eine Zeit, in der es regelmäßig zu irgendwelchen Selbstverstümmelungs-Aktionen kam.

20 Jahre auf Tour

Seit ziemlich genau zwanzig Jahren bin ich nun mit meinen Lesungsprogrammen in der Republik unterwegs. 322 Auftritte sind es bis jetzt geworden, weit über 20.000 Zuhörerinnen und Zuhörer haben die Veranstaltungen besucht. Ein ganz großes Dankeschön an euch für die Treue, danke an alle Veranstalter und meine Veranstaltungsagentin – und natürlich an meine liebe Frau Beata für die grandiose Unterstützung.

 

Da ist das Ding!

In der 2. Auflage des Kletterführers Göttinger Wald werden alle Klettermöglichkeiten des Göttinger und Reinhäuser Waldes sowie der Hessischen Schweiz, des Scharfensteins und des Sollings beschreiben. Auf 312 reich bebilderten Seiten werden in gewohnt exzellenter Panico-Qualität über 70 Felsen mit 940 Kletterwegen beschrieben.

Die Neuauflage ist jetzt verfügbar und kann hier bestellt werden.

Clara Happ in „Berge 2023“

In diesen Tagen erscheint das Neue Alpenvereinsjahrbuch „Berg 2023“. Dort findet sich auch mein Porträt über die Hildesheimer Künstlerin und Kletterin Clara Happ, die sich in ausdrucksstarken Holz- und Linolschnitten auf eindrucksvolle Weise mit dem Thema Mensch und Berge auseinandersetzt. Es kann in Kürze hier bestellt werden.

Projekt in den letzten Zügen

Die Arbeiten an der Neuauflage des Kletterführers Göttinger Wald sind auf der Zielgeraden. Trotz einiger Felssperrungen im Gebiet hat sie fast 100 Seiten mehr als die erste und dokumentiert rund 250 bisher nicht veröffentlichte Neutouren. Das Buch wurde selbstverständlich auch komplett neu bebildert. Oben seht ihr Katja Puschmann in Voodo (8+) an der gewaltigen Hauwand.

Fotosession mit Clara Happ

Hatte kürzlich das große Vergnügen, mit der wunderbaren Hildesheimer Kletterin und Künstlerin Clara Happ eine Fotosession im Ith zu machen. Sie setzt sich künstlerisch unter anderem mit den Fotografien und Texten von Reinhard Karl auseinander und gestaltet ausdrucksstarke Holz und Linolschnitte. Ich darf sie für das nächste AV-Jahrbuch portraitieren. hier geht’s zu ihrem Instagram-Account.

Der Lesungskalender füllt sich

Nach vielen pandemiebedingten Absagen und Ausfällen scheint sich die Lage am Veranstaltungsmarkt langsam zu normalisieren. Auch mein Lesungskalender füllt sich langsam aber stetig. Hier die nächsten Veranstaltungen:

30.04.22 Niederanven (L) – Centre Polyvalent

19.05.22 Bayreuth – 3D Project

05.06.22 Altenberg – Lugsteinhof

01.07.22 Schopfloch – Volltrauf-Festival

07.07.22 Hohnstein – Max-Jacob-Theater

23.07.22 Bockenem – Kulturscheune

29.10.22 Anröchte – Stratmann’s

Hier sind die Termine immer aktuell: klick!

Eine limitierte Rarität

Ab sofort können einige von Bernd Arnold handsignierte Exemplare von Barfuß im Sand im Shop bestellt werden. Bitte gebt dort den entsprechenden Signaturwunsch an.

Eine Text-Kostprobe aus dem Buch:

Im Mai 1969 wagte sich Bernd an ein weiteres spannendes Projekt: den „Westpfeiler“ (VIIIc) am Vorderen Torstein. In zwei Drittel Pfeilerhöhe fuhr ein zweiter Ring in den Fels, und Bernd holte Günter Lamm nach, der ihn über die nun folgende und offensichtlich auch schwierigste Passage sichern sollte. Er startete ins Ungewisse: Steile Reibung, einige wenige kleine Griffe und Tritte, keine sichtbaren Schlingenmöglichkeiten. Am nächsten Querband hoffte er, den entscheidenden Ring anbringen zu können, doch dort angekommen konnte er die erhoffte Schlinge nicht unterbringen. Seine Situation war äußerst prekär: Ohne Schlinge kein Ring, ohne Ring drohte ein Zwanzig-Meter-Sturz am tapferen Günter Lamm vorbei in die Tiefe. Auf die zu der Zeit übliche Brusteinbinde sei hier nur der Vollständigkeit halber hingewiesen. Rasch war Bernd am Ende seiner Nerven und seiner Kräfte. Er konnte sich kaum noch halten, und die Schlinge am Einschnitt wollte nicht klemmen. Während er immer verzweifelter herumfummelte, drangen von unten sanftmütige Beruhigungen von Günter herauf. Es hörte sich fast an wie ein Mantra. Am Ende hatte Bernd einen einlitzigen Knoten in ein kleines Loch gedrückt, er hielt nur auf Zug nach rechts, einem Sturz hätte er nichts entgegenzusetzen gehabt. Dann fing er vorsichtig an zu bohren.
„Währenddessen habe ich mehrmals nach der Mutti gerufen“, erinnert sich Bernd. „Ich konnte das nicht steuern.“ Erst als der Bohrer so weit im Fels war, dass er eine Schlinge darüberlegen konnte, beruhigte er sich etwas. Am fertigen Ring unterstützte ihn Günter, dann robbte er die letzten Meter völlig fertig auf den Gipfel und brüllte vor Freude in der Gegend herum.
„Als wir wieder unten waren, musste ich mir zu allem Überfluss von den zahlreich Anwesenden noch spöttische Bemerkungen über meine Larmoyanz anhören.“
„Hat dich das gekratzt?“, frage ich nach.
„Es war mir schon peinlich, aber Stolz und Freude über das Erreichte überwogen. Am Abend waren wir im Freilichtkino im Burggarten. Das war schön.“
„Was wurde gezeigt?“
„Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten.

Das neue Projekt hat ein Gesicht

Die Recherchearbeiten für den dritten Band über das außergewöhnliche Leben von Bernd Arnold laufen mittlerweile auf Hochtouren. „Riders on the Storm“ wird sich mit den Jahren 1989 bis zur Gegenwart beschäftigen. Neben zahllosen Expeditionen und Kletterreisen zu fernen Zielen wie Patagonien, Venezuela, Brasilien, Jordanien, USA, Madagaskar, Mali, Sudan, Jemen, Tasmanien und anderen wird dort auch sein Engagement für die Elbsandsteinheimat und die Weiterentwicklung des dortigen Klettersports beschrieben.

Bergsteigen und Kunst

Am 3. November wäre Reinhard Karl 75 Jahre alt geworden. Er hat mit seinen Texten, Büchern und Bildern unzählige Kletterer und Bergsteiger beeinflusst und geprägt. Auch mich. Sein legendärer Ausspruch „Wirklich oben bist du nie“ wurde mir gar zu einem Buchtitel. Auch die Hildesheimer Kletterin und Künstlerin Clara Happ hast sich mit ihm künstlerisch auseinandergesetzt. Tom Dauer hat darüber einen absolut sehenswerten Film gemacht.